Heimvertrag

Der Heimvertrag, den wir in der Regel bereits im Vorfeld des Einzugs mit dem zukünftigen Bewohner und/oder dessen Angehörigen besprechen, regelt zahlreiche Einzelheiten des gemeinsamen Lebens in unserem Haus. Grundlage dieses Vertrages ist in vielen Regelungsbereichen das Landesgesetz über Wohnformen und Teilhabe (LWTG, ehemals Heimgesetz) sowie ein Rahmenvertrag, den die Pflegekassen, Sozialhilfeträger und Pflegeheime gemeinsam abgeschlossen haben, um allgemeine Rechtssicherheit für die Bewohner von stationären Pflegeheimen herbeizuführen.

 

Die Preise, die wir für unsere Leistungen berechnen sind mit den Pflegekassen und den Sozialhilfe-trägern auf der Grundlage bindender gesetzlicher Vorschriften des Pflegeversicherungsgesetzes verhandelt worden und damit für uns und für alle Bewohner verbindlich. Es sind Pauschalpreise, die im Falle einer etwaigen Nicht-Inanspruchnahme einzelner Leistungen nicht gekürzt werden können.

 

Für sonstige Leistungen, die der Bewohner von uns gerne in Anspruch nehmen kann (z.B. Bereitstellung eines Kabelanschlusses im Zimmer, namentliche Kennzeichnung der persönlichen Kleidung, Ausflüge usw.), berechnen wir einen separaten Betrag mit der monatlichen Heimkostenrechnung. Dieser Betrag muss vom jeweiligen Rechnungsempfänger selbst getragen werden.

Vergütungsbestandteile

Die für den Aufenthalt in unserem Haus entstehenden Kosten teilen sich gemäß dem Pflegeversicherungs-gesetz (SGB XI) in drei (vier) Teilentgelte auf, die auch der monatlichen Heimkostenrechnung entnommen werden können.

Allgemeine Pflegeleistungen

„Der Pflegesatz für Allgemeine Pflegeleistungen" deckt sämtliche grundpflegerischen Leistungen (z.B. die Morgentoilette, Hilfe beim An- und Ausziehen etc.) sowie alle Leistungen der seelsorgerischen und sozial-kulturellen Betreuung (z.B. Teilnahme an Veranstaltungen, Einzelgespräche etc.) ab. Da insbesondere die grundpflegerischen Leistungen stark variieren, differiert dieser Pflegesatz. Nach Inkrafttreten des PSG II hat dies in den Pflegegraden 2 bis 5 jedoch keinen Einfluss mehr auf den zu zahlenden Eigenanteil des Berwohners; es verbleiben ggf. lediglich geringfügige Rundungsdifferenzen.

Unterkunft und Verpflegung

Das „Entgelt für Unterkunft“ wird für die hauswirtschaftlichen Leistungen berechnet. Hierzu zählen unter anderem die Wäscheversorgung sowie die Zimmer- und Hausreinigung. Aber auch der Hausmeisterservice zählt hierzu.

Des Entgelt für Verpflegung deckt die Kosten der Zubereitung der Mahlzeiten und ähnliches ab.

Investitionskosten

Die für Investitionen und Instandhaltung anfallenden Kosten werden in einem weiteren gesonderten Teilentgelt abgerechnet. Abgedeckt sind hier durch Reparaturen und Anschaffungen, die in unserer Verantwortung als Einrichtung liegen. Reparaturen an den persönlichen Einrichtungsgegenständen der Bewohner zählen jedoch nicht dazu.

Ausbildungsbetrag

Ein viertes Teilheimentgelt ist der so genannte Ausbildungsbetrag, der in Rheinland-Pfalz nach einheitlichen Maßstäben erhoben wird und der (Teil-)Finanzierung der Ausbildung in den Altenpflegeberufen dient. Dieser Ausbildungsbetrag ist für alle stationären Alten- und Pflegeheimen Rheinland-Pfalz identisch. Der vom Bewohnern erhobene Ausbildungsbetrag wird von uns an das Land Rheinland-Pfalz abgeführt, welches wiederum an die ausbildenden Alten- und Pflegeheime Beträge ausschüttet (vereinfacht ausgedrückt)..

 

Preise

Die so zusammengesetzten Kosten für den Heimaufenthalt im Caritas-Altenzentrum
 Albertus-Stift belaufen sich auf (Stand 01. Januar 2017):

Allgemeine Pflegeleistungen

einheitlicher Heimkostensatz   28,95 €

Pflegegrad 1          42,33 €
Pflegegrad 2          54,27 €
Pflegegrad 3          70,44 €
Pflegegrad 4          87,30 €
Pflegegrad 5          94,86 €

Unterkunft und Verpflegung

Unterkunft              19,81 €

Verpflegung            11,47 €

Investitionskosten

einheitlich              11,50 €

Ausbildungsbetrag

einheitlich:               2,09 €


Insgesamt ergibt sich somit (ggf. zzgl. Einzelzimmerzuschlag in Höhe von 1,02 € je Tag)

 

  Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5 einh. Heimkostensatz
Pflegesatz 54,27 70,44 87,30 €   94,86 € 28,95 €
Ausbildungsbetrag   2,09 €  2,09 €   2,09 €      2,09 € 2,09 €
Unterkunft  19,81 € 19,81 € 19,81 €   19,81 € 19,81 €
Verpflegung  11,47 €  11,47 €  11,47 €   11,47 € 11,47 €
Investitionskosten 11,50 € 11,50 € 11,50 €   11,50 € 11,50 €
Vergütungssatz je Tag 99,14 115,31 € 132,17 € 139,73 € 73,82 €
 
Vergütungssatz je Monat
(30,42 Tage)
  3.015,84 €   3.507,73 €   4.020,61 €   4.250,59 €       2.245,60 €
abzgl.
(ggf.) Anteil Pflegekasse
      770,00 €   1.262,00 €   1.775,00 €   2.005,00 €  
verbleibender Eigenanteil   2.245,84 €   2.245,73 €   2.245,61 €   2.245,59 €      2.245,60 € 

Da sich aufgrund des Pflegestärkungsgesetzes II die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung für Bewohner der ehemaligen Pflegestufe 1 (jetzt Pflegegrad 2 oder 3) verschlechert haben, erhalten die Bewohner, die zum Stichtag 31.12.2016 in unserer Einrichtung leben, eine Besitzstandswahrung. Das heisst, sie erhalten einen zusätlichen Zuschuss von der Pflegekasse, der den entstehenden Mehraufwand aus den pflegebedingten Leistungen abdeckt.

Pflegekasse

Vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) wird der Bewohner entsprechend des Pflege- und Betreuungsbedarfs in einen sog. Pflegegrad eingruppiert. Wir empfehlen jedem Interessenten, den täglichen Pflegebedarf und den daraus resultierenden Pflegegrad vor Einzug mit dem MDK abzuklären.

Nähere Informationen zur Begutachtung erhalten Sie unter anderem auf der Homepage des Medizinischen Dienstes.

Für Versicherte einer privaten Pflegekassen können keine allgemein gültigen Aussgaen getroffen werden, da die Tarife zu unterschiedlich sind. Fragen Sie bei Ihrer privaten Pflegekasse nach den dort geltenden Regelungen.

Für die Dauer von Krankenhaus- und Reha-Aufenthalten des Bewohners reduziert sich das Gesamtheimentgelt ab dem vierten Abwesenheitstag. Diese Reduzierung gilt auch bei sonstiger Abwesenheit (z.B. Urlaub). Im erstgenannten Fall gilt die Redu-zierung zeitlich unbeschränkt, anderenfalls ist sie auf 28 Tage im Jahr begrenzt. (Für den Bereich der Kurzzeitpflege gelten andere Regelungen)

 

Kurzzeitpflege

Die Kurzzeitpflege ist keine eigenständige Leistung der Pflegekassen, sie wird vielmehr als ergänzende Leistung zur häuslichen Pflege gewährt. Leistungsgründe der Pflegekassen können beispielsweise Urlaub oder Krankheit der eigentlichen Pflegeperson sein.